Chinesische Medizin

Als Teil der Chinesischen Medizin basiert die Akupunktur auf die Meridianlehre. Meridiane sind System von Leitbahnen, die die Akupunkturpunkte und Organe miteinander vernetzen. In den Meridianen zirkuliert unaufhörlich Qi – die Lebensenergie. Im gesunden Zustand durchfließt das Qi harmonisch sämtliche Körperbereiche.

Bei Krankheit zeigen sich immer Störungen des Qi- Flusses. Aufgabe der Akupunktur ist es, den gestörten Fluss des Qi wieder auszugleichen. Die Akupunktur kann begleitend zur Homöopathie genutzt werden, insbesondere bei Migräne, Magen- Darmstörungen, Arthrose, klimakterischen Beschwerden und Schlafstörungen. Sehr gute Erfolge zeigt die Akupunktur in der Schmerztherapie.

Die Ohrakupunktur wurde bereits früher in China, Ägypten, Griechenland und Persien durchgeführt. Die heutige Ohrakupunktur geht zurück auf den französischen Arzt Dr. Paul Nogier aus Lyon. Ihm fiel auf, dass die Ohrmuschel von Seefahrern häufig verbrannte Narben aufwiesen. Seine Recherchen ergaben, dass den häufig unter Ischias leidenden Seefahrern diese Narben aus therapeutischen Gründen durch absichtliches Verbrennen beigebracht wurden. Versuche von Nogier führten zum gleichen Abklingen des Ischiasschmerzes, wenn die entsprechende Ohrregion lediglich durch Einstechen dünner Nadeln gereizt wurde. Nogier gelangte im Laufe seiner Studien zur Vorstellung, dass in der Ohrmuschel ein auf dem Kopf liegender Foetus repräsentiert ist. Er entwickelte ein System von 108 Punkten, in dem einzelne Körperzonen bestimmten Stellen an der Ohrmuschel zugeordnet wurden, wobei er feststellte, dass diese Akupunkturpunkte reflektorisch mit den entsprechenden Körperzonen oder Organen verbunden sind.

Die zu behandelnden Punkte machen sich nur dann schmerzhaft bemerkbar, wenn eine Störung des zugehörigen Organs vorliegt. Diese Störung kann organisch oder funktionell sein. Die entsprechenden Akupunkturpunkte werden dann mit dünnen Akupunkturnadeln, bei der Therapie von Süchten mit Dauernadeln oder, völlig schmerzfrei bei Kindern, mit einem Farblaser behandelt. Von Frankreich aus hat sich diese hoch wirksame Therapiemethode seit 1956 über die ganze Welt verbreitet.

  • Ernährung, Diätetik, Pflanzenheilkunde/Phytotherapie, Akupunktur und Akupressur, Moxibustion, Schröpfkopftherapie, Gua sha, Tuina, Qi Gong sind Therapieformen

Die Chinesische Medizin kennt 5 Elemente/ Wandlungsphasen (Wu-Xing). Das chinesische Dao bedeutet, dass alles in der kleinen und großen Welt =Mikro- und Makrokosmos, in einem Zusammenhang steht.

Moxibustion. Große Schwester der Akupunktur! Energie-/ Wärmezufuhr mit Hilfe von Moxakraut =getrocknete Artemisia vulgaris =Beifußkraut, z.B. bei Yang-Leere-Zuständen. Nie bei Hitzezeichen in der Zungendiagnostik!