Chinesische Medizin

Als Teil der Chinesischen Medizin wirkt Akupunktur über die Meridiane, in denen Qi – die Lebensenergie im gesunden Zustand harmonisch fließt. Bei Krankheit ist der Fluss gestört. Akupunktur gleicht den gestörten Fluss des Qi aus.

Ohrakupunktur wurde früher in China, Ägypten, Griechenland und Persien durchgeführt. Die heutige Ohrakupunktur geht zurück auf den französischen Arzt Dr. Paul Nogier aus Lyon. Ihm fiel auf, dass die Ohrmuschel von Seefahrern häufig verbrannte Narben aufwiesen. Seine Recherchen ergaben, dass die Ohrmuschel einen auf dem Kopf liegenden Foetus repräsentiert. Akupunkturpunkte sind dabei reflektorisch mit den Körperzonen oder Organen verbunden. Die zu behandelnden Punkte machen sich nur dann schmerzhaft bemerkbar, wenn eine Störung des zugehörigen Organs vorliegt, die organisch oder funktionell sein kann. Die Behandlung erfolgt mit dünnen Akupunkturnadeln, bei der Süchten mit Dauernadeln oder, völlig schmerzfrei bei Kindern, mit einem Farblaser. Von Frankreich aus hat sich diese Methode seit 1956 über die ganze Welt verbreitet.

Moxibustion. Große Schwester der Akupunktur! Energie-/ Wärmezufuhr mit Hilfe von Moxakraut =getrocknete Artemisia vulgaris =Beifußkraut, z.B. bei Yang-Leere-Zuständen. Nie bei Hitzezeichen in der Zungendiagnostik!